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Gesellschaft·

Väter sind Schweine I

Von Arnd

Väter sind Schweine I

Väter sind Schweine I

Familie mit Kind

Die Falle springt zu

Wenige Wochen nach meiner Trennung wird mir bewusst, dass ich in eine Falle getappt bin. Nicht freiwillig, versteht sich. Sondern weil mir nicht der Hauch einer Chance gegeben wurde zu gehen. Im Gegenteil: Meine Frau hat mich rausgeworfen wie einen alten Schuh. Und jetzt sitze ich hier und versuche, aus dieser Grütze rauszukommen. Ich bin weder ein Versager noch das Monster, das meine Frau mir überall andichtet. Ich bin ein normaler Mensch mit Schwächen und Stärken wie jeder andere auch.

Untersuchungen zeigen, dass bei 90% der Trennungen die Frauen die Väter vom Kind fernhalten. Sie missbrauchen die Liebe zum Kind als Waffe. Und genau das ist mir passiert. Meine Ex-Frau ist die Tür – und ich bin auf der anderen Seite. Sie entscheidet, ob und wann ich mein Kind sehe. Das ist eine Form von Gewalt, die niemand sieht und über die niemand spricht.

Das System versagt

Ich habe mich an einen Anwalt gewandt. Seine Antwort: Die Chancen auf ein 50:50 Modell seien für Väter in Deutschland gering. Zu gering. Das hat mich schockiert. Wie kann das sein? Wie kann es sein, dass in einem Rechtsstaat wie Deutschland die Rechte der Väter so massiv beschnitten werden?

Die Ansicht, dass Mütter per se die besseren Eltern sind, ist längst überholt. Studien zeigen: Kinder brauchen beide Eltern. Und trotzdem setzen Familiengerichte nach wie vor auf das Residenzmodell – der Klassiker: Kind beim Weibchen, Papa darf alle 14 Tage vorbei schauen.

Wir müssen weg von dieser Vorstellung. Weg von der Idee, dass ein Kind nur eine "Hauptelternperson" braucht. Denn das ist nicht nur veraltet – das ist auch schädlich für die Kinder und für die Väter.

Wie bin ich hier gelandet?

Ich habe immer versucht, ein guter Vater zu sein. Ich habe mein Kind versorgt, mit ihm gespielt, mit ihm gelernt. Ich war Tag für Tag da. Und dann, von einem Tag auf den anderen, war ich weg. Nicht weil ich wollte. Sondern weil meine Frau das so entschieden hat.

Meine Frau hat mir vorgeworfen, nicht präsent genug zu sein. Das war die Rechtfertigung. Und jetzt, wo ich tatsächlich weg bin, habe ich bemerkt: Sie braucht mein Geld. Unterhaltsrecht nenne sich das Ganze. Ich zahle für ein Kind, das ich kaum noch sehe. Das ist die moderne Sklaverei.

Der Anfang vom Ende

Meine Geschichte ist nicht einzigartig. Tausende von Vätern erleben das gleiche. Sie werden aussortiert, ihre Rolle wird reduziert auf Geldquelle. Dabei sind Väter so viel mehr. Väter sind Partner, Vertrauensperson, Vorbild und Spielkamerad.

Ich bin zu dem Ergebnis gekommen: Das System beschützt nicht die Kinder, das System beschützt die Macht der Mütter. Und das muss sich ändern. Nicht weil ich ein Mann bin und mir das nicht passt. Sondern weil es um das Wohl der Kinder geht. Und das sollte im Mittelpunkt stehen. Nicht die Macht, nicht das Geld, nicht die Rache.

Ich bin ein guter Vater. Und ich verdiene, das auch sein zu dürfen – nicht nur jeden zweiten Samstag.